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Articel 3. Hausaufgabe



Annette Neubauer: Frau Ulkig oder Wie man Hausaufgaben richtig macht. Albarello-Verlag 2005, ISBN 3-86559-006-3.

Hausaufgaben oder Schularbeiten sind Aufgaben des Lehrers an die Schüler, die diese in der unterrichtsfreien Zeit bearbeiten sollen. Sie dienen der Nachbereitung des erteilten Unterrichts oder der Vorbereitung des bevorstehenden Stoffes. Hausaufgaben helfen bei der Übung und Festigung des Schulstoffes, stärken die Arbeitshaltung der Schüler und fördern ihre Eigenverantwortlichkeit. Hausaufgaben werden in der Regel nur in Halbtagsschulen erteilt. Umfang und Schwierigkeitsgrad sind meistens in Bestimmungen vorgegeben.

Oft führen Hausaufgaben zu Belastungen der häuslichen Situation. Zur Hausaufgabenbetreuung ist es teilweise üblich, Nachhilfelehrer zu beauftragen. Da Nachhilfe kostenintensiv sein kann, wird auch die soziale Lage entscheidend für den Schulerfolg lernschwacher Schüler.

Im weiteren Sinne bezeichnet man als Hausaufgaben auch andere selbstverantwortlich zu erledigende Verpflichtungen im Haushalt.

Hausaufgaben können über verschiedene Funktionen begründet werden:

didaktisch:

– Einprägen und Üben des Stoffs (Dies ist der Standpunkt des Herbartianismus, den landesrechtliche Regelungen im Wesentlichen auch heute einzunehmen scheinen),

– Zu selbständigem Denken und Arbeiten anregen,

– Unterricht vorbereiten;

methodisch-unterrichtsorganisatorisch:

– zeitaufwändige Teile des Lernprozesses aus dem 45-Minuten-Raster herausnehmen,

– als Element der Binnendifferenzierung: im Gegensatz zum Klassenunterricht kann ein Schüler zu Hause individuell in seinem eigenen Tempo arbeiten,

– kaum genutzt wird die Möglichkeit, Schülern individuell unterschiedliche Aufgaben zu stellen;

lern- und motivationspsychologisch:

– zusätzliches Interesse und Eigeninitiative fördern,

– Selbstbestätigung ermöglichen;

lerntheoretisch:




– Lernen lernen.

Diese Ziele können auch negative Wirkungen zeigen: mechanisches Üben kann Motivation, Interesse und somit die Lernfähigkeit mindern. Der erzieherische Einfluss sollte stets gestaltet werden, dass der Betroffenen nicht „angepasst“ oder kritiklos wird.

Weit verbreitet ist die Auffassung, dass der Umfang der Hausaufgaben vom Verhalten der Schüler im Unterricht abhängig zu machen ist; dies führt auch dazu, die Hausaufgabe als eine Art von Strafe zu empfinden.

Besonders problematisch ist es, dass für die Erledigung der Hausaufgaben die häuslichen Bedingungen oft gar nicht oder nur unzureichend gegeben sind. dadurch werden betroffene Kinder systematisch benachteiligt.

Andererseits können gut gestellte Hausaufgaben Kinder motivieren und herausfordern. Die Lösung schwieriger Aufgaben ist ein Erfolgserlebnis, das das Lernen erleichtert und das Verständnis erhöht und Kinder zu selbständigen Lösungen befähigt.

Hausaufgaben sollten von den Schülern unmittelbar nach der Rückkehr vom Schulunterricht – ggf. nach dem Mittagessen und Verdauungsbewegung an der frischen Luft – an ruhigem Ort erledigt werden. Begründet wird dies damit, dass dann der Schüler

– inhaltlich noch alles im Kopf hat, was in der Schule besprochen wurde (ergo: der Unterrichtsstoff noch frisch ist)

– der Schüler ausgeruhter als bei Erledigung zum späteren Zeitpunkt ist und die Leistung leichter von der Hand geht, sofern er sich nicht von anderen Einflüssen (Zeitdieben) ablenken lässt.

Nicht zu empfehlen ist eine Erledigung in den Abendstunden, geschweige denn unmittelbar vor dem Schlafengehen. Der Schüler wäre unkonzentriert und macht zusätzliche, vermeidbare Fehler.

Bei Fächern, die am Folgetag nicht unterrichtet werden sollen, ist es (wenn ein Schüler viele Hausaufgaben bewältigen muss) ratsam, diese Hausaufgaben auf den Folgetag, jedoch spätestens auf den vorausgehenden Tag vor dem nächsten Unterricht in dem Schulfach, zu verschieben.

Hausaufgabenbetreuung durch die Eltern ist weit verbreitet und je nach Alter der Schüler vielleicht auch erwünscht. Der Lehrer muss in jeder Altersstufe damit rechnen, darf sich aber keineswegs darauf verlassen. Die Formen der Elternhilfe reichen von reiner Kontrolle bis zu inhaltlicher Mitarbeit.



Contra Hausaufgaben wird argumentiert, dass Elternhilfe wie auch die übrigen häuslichen Bedingungen, unter denen Hausaufgaben angefertigt werden, die Chancenungleichheit verstärkt.

Pro Hausaufgaben wird argumentiert, dass sie eine wichtige, oft die einzige Verbindung der Eltern zur Schule herstellen.

Hausaufgabenhilfe anderswo überschneidet sich mit (von den Eltern) bezahlter Nachhilfe oder ist ein klassisches Ehrenamt.

Aufgaben zum Artikel.

1. LesenSie den Artikel.

2. Erwähnen Sie den Autor, die Textsorte und das Thema.

3. Beschreiben Sie alle wichtigen Aspekte, die im Originaltext vorkommen, auch die Meinung der Autoren zum Thema. Gebrauchen Sie dabei Redemittel aus dem Anhang.

4. Stellen Sie schematisch die Inhaltsstruktur dar.

5. Bringen Sie positive Meinungen zum Gelesenen vor.

6. Bringen Sie negative Meinungen zum Gelesenen vor.

7. Schreiben Sie einen zusammenfassenden Satz und eine Meinungsäußerung von Ihnen.

ПРИЛОЖЕНИЯ

TIPPS ZUM Schreiben

Zweck: Eine Zusammenfassung soll die oder den Lesenden über den Originaltext informieren, so dass diese / r sich ein Bild davon machen kann. Sie umfasst eine kurze und kompakte Übersicht über die Inhalte, die Thesen, die Kernfragen, die Argumente und die wichtigsten Ergebnisse. Bei einer Zusammenfassung geht es nicht darum, jedes kleine Detail aufzuzeigen, sondern es geht darum, einen kompakten Überblick zu schaffen.

Vorbereitung

Schritt 1: Lesen. Beim Lesen müssen folgende Schritte beachtet werden:

· Text gliedern. (Einteilen des Textes in inhaltlich zusammenhänge Abschnitte).

· Schlüsselbegriffe im Text unterstreichen. (So wird das Wichtige deutlich und Schritt 1 wird erleichtert. In der Praxis sollte dieser Schritt bei ungeübten Lesern zuerst durchgeführt werden).

· Kernstellen unterstreichen.

Schritt 2: Abstrahieren Zum Abstrahieren können folgende Schritte dienen:

· Ersten Satz erstellen. (Siehe hierzu die Ausführungen weiter unten.)

· Unterscheiden von Haupt- und Nebensachen.

· Rekonstruktion der Hauptargumentation.

· Schematisches Darstellen der Inhaltsstruktur. Das Lesen bezieht sich also hauptsächlich auf die Erfassung des Textes, das Abstrahieren auf die Erfassung des Inhalts und seiner Struktur.

Schritt 3: Schreiben Das Schreiben des Textes ist an eine bestimmte Form gebunden. Folgende Merkmale kennzeichnen die Inhaltsangabe:

· Im Einleitungssatz wird der Autor, die Textsorte und das Thema erwähnt.

· Die Inhaltsangabe steht im Präsens.

· Die Darstellung ist knapp, sachlich und deutlich.

· Die Inhaltsangabe enthält keine direkte und möglichst keine indirekte Rede.

· Tabellen und Statistiken werden nicht übernommen.

· Ein kurzer Kommentar kann am Ende hinzugefügt werden.



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